Informationen des Bürgermeisters

September 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

die Gemeindevertretung hat sich im Monat August mit zwei wichtigen Themen auseinandergesetzt, mit der ehemaligen Betriebsfläche der Osmose einschließlich des Walles hinter dem Mehrgenerationenhaus und mit der weiteren Ausgestaltung der sozialen Leistungen für die Generationen in der Gemeinde.

1991 schrieb eine Schülerin aus Gelbensande im Rahmen eines Projektes: »Die Osmose ist seit DDR-Zeiten ein verseuchtes Gebiet, weil die Stämme in ein Gift gelegt wurden, um sie gegen Schädlinge zu schützen. Durch undichte Wannen, in denen die Stämme lagen, gelangte das Gift in den Boden und verseuchte das Gelände …. Der Boden kann nicht entsorgt werden, weil sich das Umweltamt nicht für die Art der Sanierung entscheiden kann. Die beste Art der Sanierung wäre, den Boden auszutauschen. Auf dem Gebiet soll ein kleiner Gewerbepark entstehen, wenn der Boden saniert wurde. Eine Architektengruppe nimmt den Bau in Angriff.«

Soweit die Schüler vor fast 30 Jahren. 2021 soll es nun Realität werden. Die GAA, die »Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH«, wird im nächsten Jahr das ehemalige Betriebsgelände sanieren. Ab März 2021 wird die GAA im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Wohnungsgesellschaft den kontaminierten Wall entsorgen. Das beauftragte Ingenieurbüro favorisiert einen trapezförmigen, 4 Meter tiefen Graben. Der kontaminierte Boden wird ausgebaggert und durch »sauberen« Boden ersetzt. Durch diese Verfahrensweise kann langfristig die Kontaminierung des Grundwassers vermindert werden. Die Gesamtkosten für die Wallsanierung übersteigen die Millionen-Grenze. Die Gemeinde und die Wohnungsgesellschaft haben entsprechende Förderanträge gestellt, so dass die finanzielle Belastung deutlich gemindert wird. Ab dem Jahr 2022 kann dann mit der Nutzung der jetzt brachliegenden 4 Hektar begonnen werden.

In der Gemeinde Gelbensande war und ist die Unterstützung sozialer, generationsübergreifender Projekte fast eine Pflichtaufgabe. Das betrifft die Arbeit mit den Senioren ebenso wie mit Kindern und Jugendlichen. Unser Mehrgenerationenhaus »Heidetreff« ist nach wie vor als Kinder-, Jugend- und Bürgerbegegnungszentrum der Schwerpunkt und wird in Gelbensande multikulturell genutzt. Der Kreisverband der Volkssolidarität nimmt für uns die Aufgaben als freier Träger war. Im Haushaltsjahr 2021 wird die Gemeinde Gelbensande ca. 62.200 € als Gesamtkostenzuschuss für die Volkssolidarität einplanen. In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Gemeinde deutlich angestiegen. 2013 betrugen sie noch 30.000 €. Durch personelle Umstrukturierungen stiegen sie im Jahr 2018 auf 47.000 €. Diese finanziellen Aufwendungen der Gemeinde sicherten, dass das Mehrgenerationenhaus immer seine Aufgaben erfüllen konnte. Es gibt immer wieder Vorschläge, dass die Gemeinde die Betreibung des »Heidetreffs« in eigener Regie übernimmt. Ich bin der Auffassung, das würde zu einem deutlichen Rückschritt führen. Das Mehrgenerationenhaus sollte soziale Projekte in voller Breite unterstützen, auch in enger Zusammenarbeit mit anderen Trägern. Dazu gehören auch die Selbsthilfegruppen. In Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, die ähnliche Probleme, Süchte, Krankheiten oder Behinderungen haben und sich dadurch im täglichen Leben eingeschränkt fühlen. Sie dienen dem Erfahrungs- und Informationsaustausch, der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation. Selbsthilfegruppen werden meist ehrenamtlich von engagierten Betroffenen geleitet. Bei Erfüllung bestimmter Kriterien werden sie finanziell bei uns in der Gemeinde und auch durch alle Gemeinden des Amtes Rostocker Heide (z.B. Raummiete) unterstützt.

Liebe Einwohnerinnen und liebe Einwohner,

Corona hat uns nach wie vor im Griff. Auch wenn sich zurzeit die Einschränkungen in Grenzen halten, kann es jederzeit wieder zum Lockdown kommen. Bleiben wir diszipliniert, leben wir mit den notwendigen Einschränkungen, denken wir an unser aller Gesundheit.

Ich wünsche Ihnen noch schöne Septembertage und bleiben Sie gesund!

Manfred Labitzke

Bürgermeister

August 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

am 26. Juni des Jahres haben sich in der Sporthalle über 50 Einwohnerinnen und Einwohner getroffen, um gemeinsam über eine mögliche Nutzung der ehemaligen Osmosefläche nachzudenken. Der großen Mehrheit war bewusst, dass sich hier für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde ein weites Feld öffnet. Alle Ideen und Vorschläge wurden durch den Moderator erfasst, kein Gedanke sollte in der Versenkung verschwinden.

Die ehemalige Osmosefläche befindet sich zurzeit im Eigentum des Landes MV. Wenn die Gemeinde auf der Grundlage der Vorschläge ein tragfähiges Konzept hat, wird sie sich um den Kauf dieser 4 Hektar bewerben. Erste Gespräche wurden bereits geführt. Hier können dann neue Sportanlagen, ein Bolzplatz, Möglichkeiten für den Seniorensport und notwendige Sanitär- und Aufenthaltsräume für die Sportler entstehen. Der jetzige Sportplatz kann dann Raum für das Wohnen in unterschiedlichen Formen bieten. Die ersten Varianten werden auf einer Einwohnerversammlung im Oktober vorgestellt. Noch ist aber keine Entscheidung gefällt, es ist noch alles offen.

Die Gemeindevertretung hat am 16.7.2020 einen wichtigen Beschluss zur zukünftigen Wärmeversorgung in der Gemeinde durch die Energieversorgungsgesellschaft mbH Gelbensande gefasst. In Gelbensande besteht für das Neubaugebiet und für das Wohngebiet »Holtrand« Anschlusszwang an die Wärmeversorgung durch die Energieversorgungsgesellschaft mbH Gelbensande (EVG). Die EVG kauft die Wärmeenergie von der Biomasse GmbH zu 96% ein. Diese erzeugt die Wärme aus Holzhackschnitzel. Ca. 4. % werden auf der Basis Heizöl durch die EVG erzeugt. Es werden alle Wohnungen in den Fünfgeschossern, 7 Großkunden und 90 Eigenheime versorgt. Die Anschlussleistung beträgt 3.500 kW (3.800 MWh p.a.) Der Wärmeliefervertrag zwischen der EVG mbH und der Biomasse mbH läuft zum 31.12.2022 aus. Es besteht die Möglichkeit,

• den Wärmeliefervertrag um weitere 10 Jahre zu verlängern,

• die Biomasse mbH durch die EVG mbH zu erwerben oder

• den Wärmeliefervertrag zu kündigen und den Rückbau durch die Biomasse mbH zu fordern.

Die Gemeinde als Gesellschafter der EVG mbH muss diese Entscheidung treffen. Ausgangspunkt für die Entscheidung ist unter anderem der gegenwärtige Zustand der Wärmeversorgung. Positiv zu bewerten ist:

• Durch die Fernwärmesatzung gibt es eine gesicherte Wärmeabnahme.

• Den Kunden kann ein »auskömmlicher« Wärme-Arbeitspreis (13 Ct/kWh Brutto) angeboten werden.

• Durch die Wärmeerzeugung auf der Basis von Biomasse gibt es eine regenerative Erzeugung, die zukunftsfähig ist.

• Die Wärmeerzeuger der Biomasse mbH sind 10 Jahre alt, sie haben aber noch eine Restlaufzeit von 10 Jahren.

Negativ ist:

• Die Wärmeerzeuger der EVG sind älter als 20 Jahre.

• Das alte Wärmeverteilnetz ist seit 35 Jahren in Betrieb.

Die Gemeindevertreter haben sich das Ziel gestellt, bis zum Jahresende ein Konzept zu beschließen, wie die Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 aussehen könnte. Auf Vorschlag der Landwerke GmbH, die die Gemeinde bei der Umsetzung des zukünftigen Konzeptes coacht, sind nachstehende Untersuchungen durchzuführen:

1. Kostenschätzung (Vergleich) Hackschnitzelheizwerk »Repowering« (Ersetzen) altes Heizwerk inkl. Peripherie vs. Neubau

2. Rechnerische Untersuchung der Möglichkeit der Reduzierung von Netzverlusten durch veränderten Einspeisepunkt zwischen den beiden Teilnetzen

3. Kostenschätzung für die Errichtung einer thermischen (Groß)Solaranlage von ca. 500 kWp

4. Kostenschätzung für Errichtung eines biomethanbetriebenen Blockheizkraftwerkes, inkl. Erdgas- und Stromnetzanschluss mit Betriebskostenschätzung

Diese Untersuchungen werden durch ein zu beauftragendes Ingenieurbüro durchgeführt. Ende Oktober/Anfang November werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ich wünsche Ihnen noch schöne Sommertage und bleiben Sie gesund!

Manfred Labitzke, Bürgermeister

Juli 2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Gelbensande,

die Ausschüsse und die Gemeindevertretung kehren langsam zu ihrem planmäßigen Arbeitsrhythmus zurück. Die Sitzungen sind öffentlich, auch wenn die Hygienebestimmungen und Abstandsregeln eingehalten werden. Und es ist erfreulich, dass die Sitzungen so einen großen Zuspruch hatten. Der Sozialausschuss und der Bauausschuss haben sich unter anderem mit der weiteren Gestaltung der Bleiche auseinandergesetzt. Die Ideenfindung ist noch nicht abgeschlossen und es bedarf weiterer Beratungen. Der Vorschlag, im Dorfzentrum eine Holzskulptur aufzustellen, wurde in beiden Ausschüssen mitgetragen. Möglich wäre hier die Darstellung des »Heidereiters Koep«, der erste Forstverwalter, der schriftlich in den Urkunden erwähnt wird. Der bekannte Holzbildhauer Wroost hat schon einen Vorschlag erarbeitet. Zur Diskussion steht auch eine Frau, die ihre Wäsche zum Bleichen auf der Bleiche auslegt. Der Sozialausschuss will sich auf seiner nächsten Sitzung vor Ort nochmals mit diesem Thema befassen. Ich denke, beide Ideen tragen zur weiteren Identifikation mit der Geschichte des Dorfes bei.

So langsam werden auch die Baumaßnahmen des Jahres 2020 sichtbar. Der Parkplatz vor der Kita muss bis Ende Oktober abgeschlossen sein, die Neugestaltung des Gehweges »Heidering 14 –19« wird zum Jahresende realisiert. Die Regenwasserableitung im Behnkenhäger Weg wird jetzt endlich in Angriff genommen.

Die Corona-Wochen haben uns allen gezeigt, dass es sich in der Nordöstlichen Heide gut lebt. Für viele von uns war gerade das wohnungsnahe Grün sehr wichtig. Der Wald ist für uns leicht erreichbar und kann zu ausgedehnten Spaziergängen genutzt werden. Waldränder haben im Erholungswert eine hohe Wertigkeit. Dank der unbürokratischen Unterstützung durch das Forstamt und der Arbeit der Mitarbeiter des Bauhofes wurde auch der Erholungswert der Landwege in Willershagen deutlich erhöht.

Immer wieder wird die Sperrmüllentsorgung im Neubaugebiet kritisiert. Das gegenwärtige Entsorgungssystem stimmt offensichtlich nicht mit den Gewohnheiten der Mieterinnen und Mieter überein. Unsere kommunale Wohnungsgesellschaft bietet jetzt eine neue Lösung an. Sie hält drei zentrale Stellplätze vor, die auch wesentlich größer sind. Hoffentlich ist das der richtige Ansatz, umdas Bild der Wohnquartiere zu verbessern.

Die Gemeindevertreter und der Aufsichtsrat der kommunalen Energieversorgung haben Ende Juni das erste Mal über ein zukünftiges Fernwärmeversorgungssystem beraten. Das Ziel, bis zum Ende des Jahres 2020 zu wissen, wo die Zukunft liegt, wird so konsequent angegangen. Das Jahr 2021 steht vor der Tür. Bis zum 31.8. diesen Jahres sollen alle Ideen und Vorschläge gesammelt werden. Reden Sie mit Ihrer Gemeindevertreterin, Ihrem Gemeindevertreter, unterbreiten Sie ihre Vorschläge. Auch ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner,

in den vergangenen Monaten haben wir auf Abstände zu unseren Bekannten und Freunden geachtet. Wir waren diszipliniert. Zum Leben in einer Kommune gehört aber auch das gemeinsame Beieinanderstehen, das Erzählen, der Gedankenaustausch. Unser Dorffest mussten wir absagen. Ich hoffe, dass es keine zweite Corona-Welle gibt. Die Vereine unserer Gemeinde bereiten für den 3.10. ein Fest vor, ungezwungen, jederzeit ohne großen Aufwand zu verschieben. Lassen Sie uns dann diesen Tag gemeinsam begehen.

Bleiben Sie gesund!

Manfred Labitzke,

Bürgermeister

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